In der Rezeptur laufen Produktqualität, Sicherheit und regulatorische Anforderungen zusammen. Werden Formulierungen, Prozesse und die daraus folgenden Nährwerte in getrennten Werkzeugen gepflegt, entstehen Fehler, Nacharbeit und Compliance-Risiken. Das Rezepturmanagement von Fulvisol führt Rezeptur, Prozess und Deklaration in einem System zusammen, vom Konzept bis zum Fertigerzeugnis.
Prototypen entstehen schnell, und die Datenstruktur trägt bis in die Serienproduktion.
Für die Ideenphase lassen sich Nährwerte aus etablierten Datenbanken als Platzhalter übernehmen, etwa aus dem Composition of Food Integrated Dataset (CoFID) oder, für den deutschsprachigen Raum, dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS). So liegen schon früh belastbare Nährwertschätzungen vor.
Für produktionsreife Daten werden eigene Zutaten aus den Rohstoffen der Lieferanten aufgebaut. Die relative Zusammensetzung legen Sie fest; die vom Lieferanten gelieferten Werte fließen dabei korrekt in das Zutatenprofil ein.
Die regulatorisch entscheidenden Angaben werden an der Quelle erfasst: die quantitative Angabe der Zutaten (QUID) und die enthaltenen Allergene. Beides steht fest, bevor die Verarbeitung beginnt.


Die physische Herstellung braucht eine strukturierte Beschreibung. Fulvisol verbindet die Rezepturanweisungen direkt mit der Produktionsumgebung.
Die Rezeptur wird in klare, aufeinanderfolgende Arbeitsschritte gegliedert. Je Schritt sind die eingesetzten Mengen hinterlegt, was die Wiederholbarkeit sichert.
Jeder Arbeitsschritt lässt sich mit den verwalteten Bereichen und Anlagen verknüpfen, etwa mit einem bestimmten Ofen, Mischer oder Vorbereitungsbereich. Für die Bedienung ist damit eindeutig, wo gearbeitet wird, und für das Audit, an welcher Anlage.
Die Nährwerte auf dem Etikett bilden den Prozess ab, nicht nur die Summe der Rohstoffe.
Korrekte Deklarationen setzen voraus, dass physikalische Veränderungen berücksichtigt werden. Garverluste wie Wasserverdunstung oder ausgelassenes Fett werden je Schritt hinterlegt, und die Nährwerte werden automatisch neu berechnet.
Der letzte Prozessschritt wird als Halbfertigerzeugnis (SFG) gekennzeichnet. Die dort korrigierten Werte sind die Grundlage für alle Produktdeklarationen. Labor und Etikett sagen damit dasselbe.


Die Prüfung der fertigen Produktdaten gegen die geltenden Vorgaben läuft im System, nicht von Hand.
Vor der Freigabe eines Produkts prüft das System mehrere Dimensionen automatisch:
– Lebensmittelsicherheit
– Zutatenrecht
– Allergenkennzeichnung
– Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben, einschließlich der automatischen Ermittlung der zulässigen Angaben auf Basis der geprüften Nährwerte.