Eine Verpackung trägt gleichzeitig das Markenversprechen, die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben und einen Teil der Produktsicherheit. Werden Verpackungstexte von Hand zusammengetragen, die Materialsicherheit einzeln geprüft und Designstände per Mail abgestimmt, verzögert sich die Markteinführung und das regulatorische Risiko steigt. Das Verpackungsmanagement von Fulvisol führt diese Schritte in einem Ablauf zusammen: von der Materialzusammensetzung bis zum gedruckten Barcode ist jedes Element geprüft, freigegeben und nachvollziehbar.
Primär- und Sekundärverpackungen werden mit derselben Sorgfalt geführt wie die Zutaten selbst.
Die eingesetzten Materialien werden genau erfasst, auch bei zusammengesetzten Verbunden. Diese Daten sind die Grundlage sowohl für die regulatorische Prüfung als auch für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Für jedes Material wird hinterlegt, ob es in direkten Kontakt mit dem Lebensmittel kommt. Fulvisol prüft daraufhin automatisch gegen die einschlägigen Vorschriften: die Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004 über Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, die Kunststoffverordnung (EU) Nr. 10/2011 und die Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 über gute Herstellungspraxis.
Aus der Materialzusammensetzung werden Recyclingfähigkeit und Umweltwirkung der Verpackung automatisch bewertet. Das stützt die Materialauswahl und liefert prüfbare Daten für die Meldungen im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR).


Die Texte entstehen aus geprüften Daten des Digital Thread. Unvollständige oder nicht konforme Produktangaben gehen damit nicht in den Druck.
Deklarationen, Zutatenlisten, Nährwertdeklaration und Herstelleradressen werden direkt aus der freigegebenen Rezeptur oder dem zugehörigen Trade Item übernommen. Daraus entsteht der Ausgangsstand für die Texte auf der Vorderseite (Front of Pack, FOP) und der Rückseite (Back of Pack, BOP).
Das System prüft, ob alle für den Zielmarkt vorgeschriebenen Angaben in den FOP- und BOP-Texten vorhanden und korrekt gefüllt sind. Solange Pflichtfelder fehlen oder nicht freigegeben sind, lässt sich der Vorgang nicht abschließen.
Der Barcode wird aus der GTIN des zugehörigen Trade Item erzeugt und geprüft. Damit stimmen die Lesbarkeit an der Kasse und die hinterlegten Daten überein.
Der Pack Copy Master verbindet den geprüften Text mit dem Layout. Die Agentur erhält einen Ausgangsstand, in dem die Pflichtangaben bereits geprüft sind.
Die von der Agentur gelieferte Stanzkontur, also die abgewickelte Form der Verpackung, wird hochgeladen.
Aus der geprüften Copy Palette lassen sich Textblöcke und Pflichtangaben per Drag-and-drop auf der Stanzkontur platzieren.
Das Ergebnis ist ein Richtlayout für die Agentur: Größe, Position und Platzbedarf für Pflichttexte und vorgeschriebene Symbole sind darin festgelegt. Das reduziert Korrekturschleifen, und die Pflichtangaben passen auf die Fläche.


Die Freigabe des finalen Artwork läuft über integrierte Kommentarwerkzeuge. Jede Änderung bleibt dokumentiert.
Das finale Artwork wird direkt in der Datei geprüft und abgestimmt. Für Änderungen und Korrekturen stehen Pfeile, Zeichnungen, Rahmen und Textkommentare zur Verfügung.
Jede Anmerkung, jeder Kommentar und jeder Stand wird in der Änderungshistorie festgehalten. Daraus geht hervor, wer was wann geändert hat und mit welcher Begründung. Für die Qualitätssicherung entsteht ein vollständiger Prüfpfad.